Um den Immobilienverkauf zügig abzuwickeln, sollten Sie die Baubeschreibung für Kaufinteressenten zur Verfügung stellen. Im Folgenden beantworten wir Ihnen, wofür das Dokument wichtig ist, wozu Sie es benötigen und was es unbedingt enthalten sollte.

Baubeschreibung Schlüssel auf Grundriss

Was ist eine Baubeschreibung?

Die Baubeschreibung ist meistens Teil des Bauvertrags. In ihr wird definiert, welche Leistungen der Bauträger in welchem Umfang auszuführen hat und welche Materialien verwendet werden. Eine gute Baubeschreibung ist detailliert und präzise. Die Art des Hauses bzw. der Wohnung, sowie alle Abmessungen und Größen sollten darin exakt dokumentiert werden. Um den Immobilienverkauf zügig abzuwickeln, ist es hilfreich die Baubeschreibung für Kaufinteressenten zur Verfügung stellen.

Wozu benötigt man eine Baubeschreibung?

Jeder, der schon mal ein Haus gebaut hat, wird um die Wichtigkeit der Baubeschreibung wissen. Denn beim Hausbau sichert das Dokument den Bauherrn gegenüber der Leistung des Bauunternehmens ab. Auch Banken verlangen für eine Kreditbewilligung häufig die Baubeschreibung.

Deswegen sollten Sie beim Hausverkauf eine Baubeschreibung bereithalten, sofern Sie diese besitzen. Denn Kaufinteressenten haben berechtigtes Interesse daran, das Dokument einzusehen. Dem Papier kann man Informationen entnehmen, die mit dem bloßen Auge nicht unbedingt zu erkennen sind. Detailliert werden von Baumaterialien bis zu Lüftung, Leitungen und Anschlüssen alle wichtigen Details aufgelistet. Auch wenn der Kaufinteressent An- oder Umbaumaßnahmen plant, ist die Baubeschreibung essenziell, z.B. um zu erkennen welche Wände tragend sind und nicht entfernt werden dürfen oder ob andere Hindernisse dem Vorhaben im Weg stehen könnten. Die Nennung der Materialien lässt zudem Rückschlüsse auf die Wertigkeit der Immobilie zu. Haben Sie bauliche Änderungen vorgenommen bzw. vornehmen lassen, dann sollten Sie dazu ebenfalls Baubeschreibungen ergänzen.

Können Sie keine Baubeschreibung vorweisen, wird der Käufer eventuell annehmen, dass Sie etwas zu verbergen haben und Sie riskieren, dass er den Kaufvertrag deshalb nicht unterschreibt. Gründe für eine fehlende Baubeschreibung sind zum Beispiel, dass diese vom Bauträger nie erstellt wurde, da sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist oder der Bau in Schwarzarbeit erstellt wurde und daher keine offiziellen Dokumente vorliegen. Gab es eine Baubeschreibung, die nicht mehr auffindbar ist oder zerstört wurde (z.B. Brand, Hochwasser etc.), kann eine Kopie beim Bauträger oder beim Bauamt angefragt werden.

Existiert keine Baubeschreibung für Ihre Immobilie oder ist diese sehr ungenau, ist es ratsam mit Hilfe Ihres Maklers oder eines anderen Fachmanns eine genaue Auflistung zu erstellen, die einer Baubeschreibung nahekommt. Leider ist die Qualität von Baubeschreibungen ohnehin nicht immer so umfangreich, wie man es sich als Immobilienbesitzer wünschen würde. Es gibt bislang keine verbindlichen Regelungen, wie Inhalt und Aufbau der Baubeschreibung ausgeführt sein müssen.

Auch um den Energie-Bedarfsausweis für den Hausverkauf zu beantragen, kommt Ihnen die Baubeschreibung zur Hilfe. Denn Sie benötigen hierfür Bauzeichnungen, um den Schnitt und Grundriss aller Etagen feststellen zu können. Diese können Sie der Baubeschreibung entnehmen.

Was sollte eine Baubeschreibung beinhalten?

Auch wenn es keine Regelung gibt, was genau eine Baubeschreibung enthalten muss, listen wir an dieser Stelle auf, was sie im Idealfall enthalten sollte. Generell gilt der Grundsatz, je detaillierter, desto besser:

  • Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten am Erfüllungsort sowie der Umgebung, B. die Einrichtung der Baustelle, die Handhabung der Bauleitung und das Handling der Bauanträge
  • die verwendeten Baumaterialien (z.B. Hersteller und Modell- bzw. Materialnummer der verwendeten Baustoffe)
  • die Hersteller der einzelnen Komponenten (Türen, Fenster, Heizung usw.)
  • die Marken und Modelle der zur Auswahl stehenden Armaturen, Fenster- und Türgriffe, Schalter, Steckdosen, etc.
  • wichtige Maße, wie z.B. Gesamtgröße, die Raumhöhe, Fenstergröße(n), Estrichstärke, Wandstärke und -aufbau sowie Kennwerte, wie den Wärmeleitfähigkeitswert der verwendeten Dämmung
  • Energiestandard und die technische Gebäudeausstattung

Tipp: Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Verkaufsunterlagen Sie bereitstellen sollten. So gelingt der Hausverkauf zügig und unkompliziert.

Kennen Sie bereits den Wert Ihrer Immobilie? Die Berechnung des Verkehrswerts sollte bei jedem Immobilienverkauf am Anfang stehen.

Jetzt bewerten lassen!

Das könnte Sie auch interessieren