Coronavirus 2021

Wie geht es für die Immobilienbranche weiter?

Wer aktuell eine Immobilie kaufen oder verkaufen möchte, steht, wie in so vielen anderen Lebensbereichen auch, vor der großen Frage: Geht das in Zeiten von Corona und der Kontaktbeschränkungen überhaupt? Wir sagen: Ja, es ist möglich!

Gerne möchten wir Sie, unabhängig davon, ob Sie als Makler tätig sind oder selbst ein Haus kaufen oder verkaufen wollen, in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützen. Deshalb haben wir auf dieser Seite die wichtigsten Informationen zur aktuellen Lage sowie einige Empfehlungen zum Thema Hausverkauf trotz Corona-Krise zusammengestellt.

Infos für Makler

Dürfen Besichtigungen aktuell durchgeführt werden?

Ja, Besichtigungen sind nach wie vor möglich. Dennoch gilt es hierbei aufgrund der noch immer geltenden Kontaktbeschränkungen weiterhin einiges zu beachten.
 
So sollten Besichtigungen möglichst nur in Form von Einzelbesichtigungen stattfinden und alle im jeweiligen Bundesland geltenden Verordnungen eingehalten werden. Massenbesichtigungen hingegen sind aktuell nicht zulässig. Selbstverständlich sind alle allgemein gültigen Maßnahmen wie das Einhalten der aktuell geltenden Hygienemaßnahmen und das Abstand halten auch bei Wohnungsbesichtigungen zu beachten. Auch wenn der Gesetzgeber es in diesem Fall nicht konkret vorschreibt, empfehlen wir Ihnen dennoch das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, um sich und andere vorbeugend zu schützen.
 
Auch wenn der Besichtigung vor Ort momentan nichts im Wege steht, können alternative Besichtigungsformen wie eine Online-Besichtigung oder virtuelle Rundgänge trotzdem eine für beide Seiten attraktive Alternative sein. Beispielsweise dann, wenn ein Verkäufer oder Kaufinteressent einer Risikogruppe angehört oder erst einmal nur ein vages Interesse besteht. So können Sie bereits vorselektieren und anschließend entscheiden, ob ein gemeinsames Treffen vor Ort überhaupt notwendig ist.

Was gilt es zu beachten, wenn in der zu verkaufenden Immobilie noch jemand wohnt?

Dies hängt maßgeblich von der Situation ab. Wohnt in der Immobilie der Verkäufer selbst, empfehlen wir Ihnen, den Verkäufer auf seine Wünsche anzusprechen und diese zu berücksichtigen. Wohnt in der Immobilie hingegen ein Mieter, der entweder selbst ausziehen oder auch nach Verkauf in der Immobilie verbleiben wird, sollten Sie diesen in die Entscheidung mit einbeziehen.
 
Bei einem beendeten Mietverhältnis besteht selbstverständlich großes Interesse daran, Besichtigungen durchzuführen, um einen möglichen Leerstand zu vermeiden. In Anbetracht der aktuellen Situation muss jedoch von Fall zu Fall abgewogen werden, denken Sie dabei beispielsweise an Mieter, die einer Risikogruppe angehören.
 
Deshalb sollten alle beteiligten Parteien so früh wie möglich Rücksprache halten, um gemeinsam eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Evtl. lässt sich der Großteil der Besichtigungen virtuell durchführen, ohne dass der Mieter gefährdet wird. Sollte schließlich doch eine Besichtigung stattfinden, sollten alle geltenden Hygienemaßnahmen eingehalten werden und die Situation für den Mieter zumutbar bleiben.

Haben Notare noch offen? / Wie läuft die Beurkundung ab?

Zu Beginn der Corona-Pandemie mussten manche Notare vorübergehend ihren Betrieb einstellen. In den meisten Bundesländern war der Gang zum Notar jedoch trotzdem durchgehend möglich, da Termine beim Notar in der Regel von sehr hoher Dringlichkeit sind und keinen Aufschub erlauben.
 
Sollte Ihnen ein Notartermin bevorstehen, so sind Sie zum Schutz aller beteiligten Personen dringend dazu angehalten, alle aktuellen Empfehlungen des Gesundheitsamts sowie die aktuell geltenden Hygienemaßnahmen einzuhalten. Erkundigen Sie sich in jedem Fall, wie es in Ihrem Bundesland aktuell gehandhabt wird und fragen Sie am besten auch direkt bei Ihrem zuständigen Notar nach, was Sie beachten sollen.

Welche Tipps kann ich den Verkäufern mit an die Hand geben?

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle ans Herz legen, ganz einfach für die Verkäufer da zu sein. Seien Sie telefonisch sowie per E-Mail gut erreichbar und beantworten Sie alle offenen Fragen – wir alle wissen, dass ein Hausverkauf immer eine emotionale Angelegenheit ist und insbesondere in dieser schwierigen Situation noch mehr Fingerspitzengefühl bedarf. Nehmen Sie dem jeweiligen Verkäufer die Ängste und Sorgen und finden Sie gemeinsame Lösungen.
 
Generell sollten Sie Ihren Verkäufern raten, seriöse Medien und neue Anordnungen aufmerksam zu verfolgen, sodass sie über die aktuelle Rechtslage immer informiert bleiben. Speziell zum Thema Hausverkauf können Sie ihnen auch die Fachmedien, denen Sie selbst vertrauen und die immer aktuelle Infos veröffentlichen, empfehlen. Prinzipiell sollte sich jeder zu seinem eigenen, aber auch zum Schutz der Allgemeinheit an die geltenden Vorschriften sowie Hygieneregeln halten.
 
Informieren Sie die Verkäufer zudem auch über die Möglichkeit, alternative digitale Besichtigungen durchführen zu können. Sprechen Sie sich gemeinsam ab, inwieweit sich dies alle beteiligten Parteien vorstellen können und wie dies in der Praxis umsetzbar ist. Kreative Lösungen und Improvisation sind in dieser Zeit so gefragt wie nie!
 
Lesen Sie hierzu weiter unten unsere Infos zu „Alternative Vertriebswege“.

Was muss ich als Makler beachten?

Neben den unter dem Punkt „Welche Tipps kann ich den Verkäufern mit an die Hand geben?“ aufgeführten Aspekten empfehlen wir Ihnen, den persönlichen Kontakt vor Ort auf ein moderates Maß zu beschränken und sofern sinnvoll und möglich auf die digitale oder telefonische Kommunikation umzusteigen. Auf diese Weise können Sie unter Umständen sogar viel Zeit und unnötige Fahrtkosten einsparen.
 
Wenn Sie Termine wie Besichtigungen vor Ort wahrnehmen sollten Sie sich selbstverständlich an die allgemein gültigen Maßnahmen wie das Abstand halten oder beispielsweise das Verzichten auf einen Handschlag halten. Tragen Sie am besten auch einen Nasen- und Mundschutz. Dies ist zwar aktuell nicht vorgeschrieben, trägt jedoch zu Ihrem eigenen sowie dem Schutz anderer bei. Gehen Sie hierbei auch immer auf die Wünsche Ihrer Kunden respektvoll ein.

Wo kann ich Gelder zur Unterstützung beantragen?

Von Bund und Ländern wurden verschiedene kurzfristige Maßnahmen zur Unterstützung von betroffenen Unternehmen veröffentlicht. Der IVD hat eine umfassende Liste verschiedener Seiten zu Fördermitteln von Bund und Ländern veröffentlicht. Diese bietet Ihnen eine gute Übersicht darüber, welche Möglichkeiten Sie jetzt haben:

Zur Übersicht des IVD

Kann ich auf Kurzarbeit umstellen?

Aufgrund der aktuellen Situation kommt es bei vielen Unternehmen zu erheblichen Arbeitsausfällen – eine große Belastung sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Um die Unternehmen zu entlasten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer weiterhin Geld bekommen, hat der Bund die Regelungen zum Kurzarbeitergeld angepasst.
 
Alle wichtigen Infos zum Kurzarbeitergeld sowie hilfreiche Erklärungen, wann und wie Sie dieses beantragen können, erhalten Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Alternative Vertriebswege

Komplizierte Situationen erfordern kreative Lösungen

In Zeiten der Corona-Pandemie sind wir alle mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Und komplizierte Probleme erfordern oftmals kreative Lösungen.
 
Verschaffen Sie sich erstmal einen guten Gesamtüberblick, wie die Situation bei Ihnen speziell aussieht. Was für Immobilien vermarkten Sie aktuell, wie sind diese verortet und wie viele davon sind aktuell bewohnt? Wenn die Immobilien noch bewohnt sind – finden Sie heraus, wie viele Personen in den Haushalten wohnen und ob sie einer der Risikogruppen angehören. Sprechen Sie mit den Eigentümern, was sie sich aktuell eigentlich wünschen: Sind sie Besichtigungen gegenüber prinzipiell offen oder haben sie große Bedenken? Was sagen sie zu alternativen und modernen Online-Besichtigungen oder anderen digitalen Vermarktungswegen?
 
Haben Sie all dies herausgefunden, können Sie viel leichter entsprechende Handlungen ableiten und für Ihre Kunden passende Lösungen finden.
 
Doch wie können diese digitalen Lösungen nun konkret aussehen? Und wie geht man das Ganze am besten an? Wir haben im Folgenden die zentralen Aspekte zusammengefasst:

Persönliche Online-Beratung

Bereits in einem normalen Telefonat können sich viele Fragen mit Verkäufern und Kaufinteressenten klären lassen. Manchmal stößt man dabei aber an seine Grenzen, da man im persönlichen Gespräch noch leichter auf bestimmte Aspekte Bezug nehmen kann – beispielsweise gemeinsam ein Bild betrachten, den Energieausweis durchgehen oder Ähnliches. In solchen Fällen ist die Online-Beratung eine gute Alternative.

Und wie funktioniert so etwas nun?
 
Für die Online-Beratung bieten sich viele verschiedene Programme an: Nutzen Sie bspw. ganz einfach über Ihren Laptop oder Computer „Google Meet“, ein kostenloses Videokonferenz- und Chatprogramm von Google. Voraussetzung: Alle Teilnehmer benötigen eine Gmail-Adresse – diese lässt sich schnell und einfach anlegen. Alternativ können Sie auch einfach einen Videoanruf über Anbieter wie Zoom, Whatsapp, Facebook oder Skype vereinbaren. Hier macht es in jedem Fall Sinn, zuvor beim Verkäufer bzw. Kaufinteressenten anzufragen, welche Dienste er bereits verwendet und ihm ggf. Hilfestellung anzubieten.

360°-Besichtigungen / virtuelle Rundgänge

Haben Sie Zugriff auf eine 360° Kamera? Dann ist genau jetzt der ideale Zeitpunkt, dass Sie die von Ihnen vermarkteten Immobilien damit aufnehmen. Denn durch die virtuelle Tour bekommt der Kaufinteressent einen viel umfassenderen Eindruck des Objekts als bei herkömmlichen Immobilienfotos. So können beide Seiten bereits im Vorfeld besser entscheiden, ob eine Besichtigung vor Ort in Frage kommt – ein guter Weg, unnötige Termine zu vermeiden und sich auf ernsthaft interessierte Käufer zu konzentrieren.
 
Sofern Sie diese Option nutzen wollen, sprechen Sie uns an, inwieweit wir Ihre Videos auf unserer Plattform platzieren können.

Online-Besichtigungen

Kaum ein Immobilienverkauf wird stattfinden, ohne dass der Käufer das Objekt zuvor gesehen hat. Verständlich, da es oftmals um die Investition des Lebens geht. Sollte sich eine Vor-Ort-Besichtigung aus bestimmten Gründen jedoch schwierig gestalten, so bietet es sich an, diese vorerst einfach online durchzuführen!
 
Sie als Makler können direkt vor Ort sein und die Interessenten digital durch alle Räume führen und auf alle Besonderheiten eingehen. Nutzen Sie dafür ganz einfach Ihr Handy, Tablet oder einen Laptop. Zur Kommunikation bieten sich diverse Programme an wie Google Meet, Zoom, Whatsapp, Facebook oder Skype. Erkundigen Sie sich einfach bei den Kaufinteressenten, welche Dienste Sie üblicherweise verwenden und kommen Sie dabei entgegen.
 
Ist die Immobilie noch bewohnt, müssen Sie natürlich Absprachen mit den Bewohnern treffen und beachten, dass Sie die geltenden Vorschriften des Gesundheitsamts sowie die Hygieneregeln einhalten.
 
Ein Pluspunkt: Seit dem 30.03.2020 bietet ImmobilienScout24 die Möglichkeit, Immobilien mit dem Hinweis „Online-Besichtigung“ prominent zu markieren.

Infos für Verkäufer

Macht ein Hausverkauf aktuell noch Sinn?

Einem Hausverkauf steht nach wie vor nichts im Wege – bisher hat sich die Krise noch nicht negativ auf die Immobilienpreise ausgewirkt, sodass momentan noch die gleichen Gewinne zu erwarten sind. Erste Stimmen verzeichnen sogar wieder einen aufsteigenden Trend. Generell kann natürlich niemand absehen, wie sich der Markt in Zukunft entwickelt. Sollten Sie aufgrund der aktuellen Situation mehr Zeit als üblich zur Verfügung haben, ist dies vermutlich sogar ein recht günstiger Zeitpunkt, da Sie sich in Ruhe um alles Organisatorische rund um den Verkaufsstart kümmern können.
 
Auf unserer Plattform haben Sie sogar die Möglichkeit, die meisten Schritte der Verkaufsvorbereitungen digital abzuwickeln: Lassen Sie Ihre Immobilie zunächst mit unserem kostenlosen Online-Rechner bewerten und klären Sie alle Rückfragen mit unseren Immobilienexperten unverbindlich und bequem am Telefon. Wenn Sie möchten, können wir Ihnen dann auch ein konkretes Wertgutachten ausstellen, indem Sie alle weiteren Details zu Ihrer Immobilie angeben. Sollten Sie sich dann für eine Vermarktung mit uns entscheiden, kümmern wir uns selbstverständlich auch um die Vorbereitung der Verkaufsunterlagen und suchen einen Experten vor Ort, der sich um die Besichtigungen mit Kaufinteressenten kümmert. Sie haben dadurch also nahezu keinen persönlichen Kontakt vor Ort.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf den Immobilienmarkt?

Welche Auswirkungen die aktuelle Krise auf den Immobilienmarkt hat, kann niemand mit Genauigkeit sagen. Expertenmeinungen gehen hier noch stark auseinander. Auf der einen Seite wird befürchtet, dass die Preise in der Spätfolge leicht sinken könnten und auf der anderen Seite hat sich der deutsche Immobilienmarkt in den letzten Jahrzenten trotz verschiedener Krisen als recht stabil erwiesen. Zudem sind die Zinsen für Kredite aktuell verhältnismäßig niedrig, sodass der Immobilienkauf nach wie vor noch immer sehr attraktiv sein könnte.
 
Aktuell heißt es also weiter abzuwarten, inwieweit sich die Corona-Krise kurz- oder langfristig auf den Immobilienmarkt auswirkt.

Haben Notare noch offen? / Wie läuft die Beurkundung ab?

Ob Sie aktuell Termine beim Notar vereinbaren und wahrnehmen können, hängt zum jetzigen Zeitpunkt vom Bundesland ab. In manchen Bundesländern sind die Notarbüros vorübergehend geschlossen während sie in anderen weiterhin ihren Dienst anbieten dürfen. Erkundigen Sie sich diesbezüglich also am besten auf den Seiten der für Sie zuständigen Behörden, welche Regeln momentan in Ihrem Bundesland gelten.

Sollten Sie einen Termin beim Notar wahrnehmen können, so sollten Sie zum Schutz aller anwesenden Personen sowie der Allgemeinheit darauf achten, dass Sie im Rahmen des Termins die aktuellen Empfehlungen des Gesundheitsamts sowie die aktuell geltenden Hygienemaßnahmen genauestens einhalten.

Zudem empfehlen wir Ihnen, sich auf der Internetseite des für Sie zuständigen Notars über bestimmte Regelungen bzw. Wünsche zu informieren oder bei Unklarheiten im Vorfeld bereits Kontakt aufzunehmen.

Darf man aktuell noch umziehen?

Darf ich überhaupt noch umziehen? Eine Frage, die momentan vielen Leuten Kopfschmerzen bereitet. Der Umzug ist bereits seit Monaten geplant, die aktuelle Wohnimmobilie bereits gekündigt oder verkauft und die neue steht bereit.
 
Erstmal können wir Sie beruhigen: Umzüge dürfen weiterhin stattfinden. Jedoch nur unter Einhaltung der allgemein gültigen Maßnahmen und der Kontaktbeschränkung. So können in den meisten Bundesländern aktuell 2 Haushalte aufeinandertreffen. Möglich ist auch das Beauftragen eines professionellen Umzugsunternehmens. Denn diese dürfen weiterhin tätig sein sofern sie alle vorgeschriebenen Regeln einhalten.
 
Bezüglich eventueller Einschränkungen, Unklarheiten oder nötigen Ausnahmeregelungen empfehlen wir Ihnen in jedem Fall, sich direkt bei Ihrer zuständigen Gemeinde bzw. dem Ordnungsamt zu informieren. So können Sie sicher gehen, dass Sie die korrekten Informationen haben.

Stand: 04.01.2021

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