•  Die Wohnungsbesichtigung – worauf muss ich achten, wenn ich meine Wohnung präsentiere?

Wenn Sie sich zuhause umschauen sehen Sie, was außer Ihnen kein anderer sieht – zum Beispiel die gemütliche Couch im Wohnzimmer auf der Sie schon so manch einen schönen Filmabend verbrachten. Oder die Küche, in der Sie Ihre Lieblingsrezepte kochten, die Badewanne, in der Sie sich nach einem stressigen Tag entspannt haben. Das alles füllt die Wohnung mit Geschichten und Leben, macht aus ihr erst ein Zuhause.

Bei einer Haus- oder Wohnungsbesichtigung müssen Sie nun darauf achten, dass sich der Kaufinteressent beim Besichtigungstermin seine eigenen Geschichten in Ihrem Zuhause vorstellen kann. Ihr Ziel ist es deshalb, eine einladende Atmosphäre zu schaffen, die dem Kaufinteressenten Raum lässt, sich seinen Alltag in Ihren vier Wänden bildlich vorzustellen.

Da der Immobilienkauf nicht nur nach Gefühl funktioniert, sollten Sie den Besichtigungstermin entsprechend vorbereiten, um dem Kaufinteressenten mit allen wichtigen Informationen kompetent entgegenzutreten. Deswegen haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte, die sie vor und während der Wohnungsbesichtigung beachten sollten, in einer Checkliste zusammengefasst.

Zusätzlich wollen wir mit Ihnen die wichtigsten Punkte Schritt für Schritt durchgehen, damit Sie sich für Ihre anstehende Wohnungsbesichtigung bestmöglich vorbereiten können.

Um die Wohnungsbesichtigung nicht alleine bewältigen zu müssen, ist es hilfreich einen Makler zu beauftragen, der Sie beim Immobilienverkauf mit Kompetenz und Erfahrung begleitet. Auf realbest.de empfehlen wir Ihnen verschiedene geprüfte Maklerangebote. Dazu müssen Sie nur die Daten Ihrer Immobilie eintragen und diese bewerten lassen. Im Anschluss erhalten Sie Empfehlungen zu passenden Maklern Ihrer Region.

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Ein Makler erstellt Ihnen nicht nur das Exposé Ihrer Wohnung, sondern kümmert sich auch um alle Schritte bei der Wohnungsbesichtigung. Sollten Sie sich dennoch gegen einen Makler entscheiden, haben wir ein paar Tipps und eine Checkliste für die Wohnungsbesichtigung zusammengestellt:

  • Die Wohnungsbesichtigung richtig vorbereiten und planen

Bereits vor der Wohnungsbesichtigung sollen Sie einen Plan für die Kommunikation und Koordination mit den Kaufinteressenten entwickeln: Wer ruft die Interessenten an? Wann kann und soll besichtigt werden? Und wer übernimmt die „Nachtelefonie“? Erstellen Sie sich deshalb rechtzeitig einen Zeitplan für Besichtigungstermine und die Kommunikation. Immobilienmakler gehen von durchschnittlich 20 Besichtigungen aus, bis Sie den passenden Kaufinteressenten für Ihre Immobilie finden.

Im nächsten Schritt müssen Sie die grundlegenden Informationen zu Ihrer Immobilie sammeln, die der Kaufinteressent für eine Kaufentscheidung benötigt. Bei einer Hausbesichtigung gehören dazu beispielsweise das Baujahr und die vorgenommenen Renovierungsarbeiten. Kaufinteressenten sind wahrscheinlich auch an baulichen Fragen interessiert, wie etwa Fragen zu Baumaterialien, Dämmung, der eventuell vorhandenen Sickergrube, Keller und Dachstuhl, oder auch grundlegende Informationen zu Wänden, Fenstern und Türen Ihrer Immobilie. Sammeln Sie diese Informationen, um bei Nachfragen einen offenen Eindruck zu vermitteln.

Zusätzlich sollten Sie Unterlagen wie den Grundriss und den Energieausweis für den Besichtigungstermin parat haben. Mit dem Grundriss können potentielle Kaufinteressenten schneller einschätzen, ob die Größe und Aufteilung mit ihren Vorstellungen übereinstimmt. Der Energieausweis ist seit Januar 2009 für bestehende Gebäude vorgeschrieben und gibt Aufschluss, welche Energieverbrauchswerte die Immobilie hat und ob es Bedarf an Modernisierungen gibt. Sie als Verkäufer können mit diesen Schritten Zweifeln vorbeugen und beschleunigen über die Wohnungsbesichtigung hinaus den Entscheidungsprozess des Kaufinteressenten.

Bei einer Eigentumswohnung sollten Sie die Teilungserklärung der Gesamtimmobilie bereitstellen, da darin festgelegt wird, welche Teile Sonder- und welche Teile Gemeinschaftseigentum am Gebäude sind und wie dieses genutzt werden darf. Die Verpflichtungen zum Gemeinschaftseigentum sind wichtig für das Gesamtbild der Immobilie und können in manchen Fällen verkaufsentscheidend sein. Für den Besichtigungstermin sollten Sie natürlich mit einplanen, das Gemeinschaftseigentum in die Rundführung zu integrieren.

Um Ihr Haus oder Ihre Wohnung möglichst ansprechend zu gestalten, sollten Sie als Raucher bereits einen Monat vor den ersten Wohnungsbesichtigungen nicht mehr in den Räumen rauchen. Leichte bauliche Schäden, wie beispielsweise Risse in Böden und Wänden, sollten ebenfalls rechtzeitig angegangen werden, um den Gesamteindruck der Immobilie zu verbessern. Da Kaufinteressenten Fenster, Türen und Wasserleitungen bei der Wohnungsbesichtigung direkt überprüfen können, sollten Sie sichergehen, dass alles reibungsfrei funktioniert. Offene Leitungen und Ventile, wie auch Heizkörper, sollten ebenfalls nochmal überprüft werden. Falls möglich, schaffen Sie überfüllte Räume frei, da sie sonst kleiner und ungemütlicher auf den Kaufinteressenten wirken. Für eine grundlegend käuferfreundliche Gestaltung der Wohnräume lesen Sie mehr zum Home Staging auf realbest.

Ein letzter Tipp ist die Vorbereitung einer festen Ablaufplanung der Wohnungsbesichtigung. Während Sie sich theoretisch Gedanken zu den einzelnen Stationen der Besichtigung machen, können Sie bereits Antworten auf potentielle Fragen vorbereiten und erleichtern sich so den Besichtigungstermin ungemein. Sie können auch schon ausreichend Kaufargumente sammeln, wie etwa die netten Nachbarn oder die gute Lage, die Ihre Immobilie ins rechte Licht rücken.

  • Besichtigungstermine vereinbaren

Sie können bereits bei der Planung des Besichtigungstermins einen kompetenten Eindruck vermitteln, wenn Sie keine ungünstigen Termine annehmen, nur um dann wieder abzusagen. Auch zunächst abzulehnen, um dann doch einer Wohnungsbesichtigung zuzustimmen, vermittelt Verkaufsnot und schädigt Ihre Verhandlungsposition. Ein ehrlicher Kaufinteressent lässt sich auch auf einen anderen Termin ein.

Falls möglich, sollten Sie die Wohnungsbesichtigung auf das Wochenende legen – bestenfalls auf den Sonntag, da Straßenlärm dann am geringsten auffällt. Sollte Ihr Haus oder Ihre Wohnung vermietet sein, müssen Sie die Mieter rechtzeitig vor der Besichtigung über die Wohnungsbesichtigung informieren. Mindestens 2-3 Tage sind angemessen, damit der Vermieter seine Termine danach ausrichten kann. Dieser muss auch nur eine begrenzte Zahl von Besichtigungen dulden und es gibt Zeiten, zu denen keine Besichtigungen durchgeführt werden dürfen. Gehen Sie daher höflich und korrekt mit dem Vermieter um, so dass er Ihnen gerne bei der Terminabsprache und der Präsentation der Wohnung entgegenkommt.

  • Tipps für die Wohnungsbesichtigung

Sorgen Sie auch für einen angenehmen Geruch in der Wohnung, indem sie rechtzeitig lüften und beispielsweise einen Kaffee aufsetzen. Für ein weiteres Gespräch mit Kaffee lohnt es sich auch, die beste Stelle in der Wohnung zum gemeinsamen Trinken vorzubereiten – im Sommer etwa die schattige Terrasse und im Winter an hellen, gemütlichen Platz. Mit Blumen, neuen Magazinen und leichter Musik im Hintergrund können sie eine belebte Atmosphäre schaffen, ohne dass die aufgeräumte Wohnung zu steril wirkt. Falls die Wohnung mit Tageslicht zu dunkel wirkt, sollten Sie vor dem Besichtigungstermin bereits mit dezenter Beleuchtung entgegensteuern.

Hat sich der Kaufinteressent entsprechend vorbereitet, wird er mit Ihnen eine Liste seiner wichtigsten Fragen zum Objekt durchgehen, um ein detailliertes Bild der Immobilie zu gewinnen. Es kann auch sein, dass er nicht alleine kommt, um sich direkt eine zweite Meinung einholen zu können. Gegebenenfalls wird der Interessent auch darum bitten, dass ein Fachmann zur Überprüfung der Bausubstanz mitkommt. Versuchen Sie dem Kaufinteressenten mit Transparenz entgegenzukommen, um den Verkaufsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten. Am Ende kommt es Ihnen beiden entgegen, wenn Sie Wohnungsbesichtigung und Immobilienverkauf so schnell und problemfrei wie möglich abschließen.

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